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Loch
Leven blickt auf eine lange, stürmische Geschichte zurück. Im
Jahr 1335 war die Loch Leven Burg eine der letzten 3 oder 4 Festungen, die
den englischen Truppen noch nicht in die Hände gefallen waren. Sie
wurde von Anhängern König Davids II (Sohn des Robert the Bruce)
gehalten und von einer vom englischen Monarchen unterstützten Armee
angegriffen. Unterstützt von einer Anzahl schottischer Lords belagerten
die englischen Streitkräfte die Burg fast neun Monate lang, allerdings
ohne Erfolg. Frustriert versuchten sie daraufhin, die Burginsassen durch
Hochwasser zur Aufgabe zu zwingen, indem sie den Fluss Leven eindämmten
und somit den Wasserspiegel des Sees anhoben. Dieser Plan kehrte sich jedoch
katastrophal gegen die Engländer, da eine Truppe der Insel den Damm
im Schutz der Nacht durchbrach und zahlreiche der an den Ufern des Flusses
kampierenden englischen Soldaten in der hervorbrechenden Flut ertranken.
Die bekannteste Geschichte jedoch rankt sich um die tragische Schottenkönigin
Maria Stuart. Maria Stuart wurde 1542 geboren und ihr Vater, Jakob V, starb
auf dem Schlachtfeld, als sie erst eine Woche alt war, womit sie Königin
von Schottland wurde. Maria wurde in Frankreich erzogen und heiratete 1558
den Dauphin Franz von Frankreich, der zwei Jahre später verstarb. Maria
kehrte nach Schottland zurück und heiratete Lord Darnley. Die Ehe war
eine sehr unglückliche und Lord Darnley ermordete ihren Sekretär
und Vertrauten David Rizzio. Im Jahr darauf wurde Darnley selbst ermordet.
Die bereits mit Jakob VI schwangere Maria inszenierte ihre eigene Entführung,
so dass sie den Grafen von Bothwell, der des Mordes an Darnley angeklagt
war, heiraten konnte. Der schottische Adel erboste sich darüber, hielt
Maria in der Burg im Loch Leven gefangen und zwang sie zur Abdankung.
Nach elf Monaten verliebte sich einer der jungen Knappen in Maria, stahl
die Schlüssel zur Burg, befreite sie und ruderte sie ans Festland,
wo ihr treu ergebene Adelige auf sie warteten. Die Schlüssel sollen
heute noch auf dem Grund des Sees liegen. Maria wurde von ihren Anhängern
versteckt, während sie eine Armee um sich versammelte, um ihren Thron
wieder zu erkämpfen, wurde jedoch 1568 in der Schlacht von Langside
geschlagen. Ihre einzige Zuflucht schien nun England, wo Maria um die Unterstützung
ihrer Kusine Königin Elisabeth I ansuchte. Elisabeth jedoch sah Maria
als Bedrohung ihres eigenen Thrones an und nahm sie in Gefangenschaft. Maria
verbrachte die letzten 20 Jahre ihres Lebens als Gefangene und wurde 1587
in Fotheringay hingerichtet.
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